Protokoll A: Projektidentität, Grundstück und Rechtsstand
□ Gartenhausmodell, Revision, Nutzung, vollständige Hülle, Standort und geplante Fundamentkontur sind eindeutig. □ Lageplan zeigt Grenzen, Bestandsbauten, Gelände, bekannte Leitungen, Zufahrt und Wasserweg. □ Bezugshöhen und Achsen stimmen in Haus-, Fundament- und Ankerzeichnung überein.
□ Landes- und Ortsrecht wurde mit der tatsächlichen Fassung geprüft. □ Planungsrecht, bauordnungsrechtliches Verfahren und weitere berührte Regeln sind getrennt dokumentiert. □ Eine mögliche Verfahrensfreiheit wurde nicht als materielle Standort- oder Technikfreigabe behandelt.
□ Quelle, Abrufdatum, zuständige Stelle, eingereichte Unterlage und Ergebnis liegen in der Rechtsakte. Stoppsignal: Standort, Nutzung, Maße oder Fundamentart ändern sich. Dann werden alle abhängigen Antworten erneut geöffnet.
Protokoll B: Baugrund, Wasser und Lastpfad
□ Oberboden, Auffüllungen, weiche Zonen, Gefälle, sichtbare Feuchte und verfügbare Baugrundinformationen sind erfasst. □ Leitungslage und Aushubrisiken sind geklärt. □ Abweichender Boden oder Wasserzutritt besitzt einen benannten Prüf- und Entscheidungsweg.
□ Eigen-, Nutz-, Schnee-, Wind-, Temperatur- und gegebenenfalls Zusatzlasten sind der exakten Hausgeometrie zugeordnet. □ Lastpfad führt über Dach, Wände oder Rahmen, Basis und Anker in Gründung und Boden. □ Gründungswahl wird nicht allein mit dem geringen Hausgewicht begründet.
□ Eurocode- und DIBt-Rahmen wurden in konkrete Plan- und Produktunterlagen übersetzt. □ Oberflächen- und Dachwasser endet an einem bestätigten Ziel. Stoppsignal: Eine Last, ein Bodenparameter, Grundwasserzustand oder Wasserweg ist nur geschätzt beziehungsweise widersprüchlich.
Protokoll C: Geometrie, Bauzustände und verdeckte Teile
□ Achsen, Höhen, Abmessungen, Arbeitsräume und sichere Bauzustände sind vor Aushub abgesteckt. □ Im betrieblichen Kontext sind Baugruben- und Grabenanforderungen nach BG BAU berücksichtigt; privat wird die Information nur konservativ verwendet. □ Aushub- und Materialflächen gefährden weder Grubenrand noch Umgebung.
□ Sohle und jede Unterbaulage sind vor dem Verdecken geprüft und fotografiert. □ Schalung oder Systemelemente, Bewehrung, Fugen, Aussparungen und Anker entsprechen dem freigegebenen Plan. □ Material, Produktkennung, Einbau und Nachbehandlung sind dokumentiert.
□ Nachträgliche Bohrung, anderer Dübel oder verschobener Anker besitzt eine eigene Freigabe für Untergrund, Randbezug und Last. □ Das DIBt-Produktdokument passt exakt zur Befestigung. Stoppsignal: Verdeckter Schritt wurde übersprungen oder eine Abweichung ohne Entscheidung geschlossen.
Protokoll D: Maße, Belastungsfreigabe und Bestandsakte
□ Endmaße, Höhen, Ebenheit, Diagonalen, Auflager und Anker wurden gegen die Projektzeichnung kontrolliert. □ Riss, Fehlstelle, Verschiebung oder abweichende Oberfläche besitzt Ursachenbewertung und freigegebene Behandlung. □ Nichts wird unter dem Basisrahmen unsichtbar ausgeglichen.
□ Nachbehandlung und projektspezifische Belastungsfreigabe sind abgeschlossen. □ Wasser läuft von Fundament und Basis weg zum geklärten Ziel. □ Türschwelle, Bodenanschluss, Montage- und Wartungszugang bleiben in der geplanten Höhenbeziehung funktionsfähig.
□ Bestandsakte enthält alle Revisionen, Baugrundbefunde, Lieferscheine oder Produktdaten, Fotos, Messungen, Abnahmen und offenen Punkte. □ Eine Änderung am Haus öffnet Last- und Ankerprüfung. Erst vier geschlossene Protokolle geben den Bauabschnitt beziehungsweise die folgende Hausmontage frei.
Quellen und fachliche Grundlage
Die folgenden Quellen stützen die fachliche Einordnung, die Prüfkriterien und die Sicherheitshinweise dieser Seite.
- Bauministerkonferenz: offizielles Portal der Mustervorschriften mit Musterbauordnung, zuletzt geändert durch Beschluss vom 26./27.09.2024; die MBO ist ein Modell, maßgeblich bleiben das geltende Landesrecht und die örtliche Planung (abgerufen am 2026-09-14)
- Gesetze im Internet: § 29 Baugesetzbuch zum Anwendungsbereich der §§ 30 bis 37 bei Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen und zum Fortgelten des Bauordnungsrechts (abgerufen am 2026-09-14)
- Deutsches Institut für Bautechnik: Technische Baubestimmungen für Planung, Bemessung und Ausführung mit MVV TB 2025/1, amtlichen Wind- und Schneelastzonenzuordnungen sowie Übersicht zum Umsetzungsstand in den Ländern (abgerufen am 2026-09-14)
- Deutsches Institut für Bautechnik: Informationsportal zu Bauprodukten und Bauarten mit produkt- und verwendungsbezogenen Regeln, Zulassungen, Bauartgenehmigungen und Europäischen Technischen Bewertungen (abgerufen am 2026-09-14)
- Deutsches Institut für Bautechnik: Produktbereich Verankerungen und Befestigungen in Beton und Mauerwerk mit getrennten Produktfamilien und Nachweiswegen für einbetonierte sowie nachträglich gesetzte Befestigungen (abgerufen am 2026-09-14)
- Europäische Kommission, Joint Research Centre: Eurocode 1 zu Einwirkungen auf Tragwerke, darunter Eigen-, Nutz-, Schnee-, Wind-, Temperatur- und Ausführungseinwirkungen im Zusammenspiel mit Tragwerks- und Produktregeln (abgerufen am 2026-09-14)
- Europäische Kommission, Joint Research Centre: Eurocode 7 zu geotechnischer Planung, Baugrunderkundung und Prüfung sowie Einwirkungen aus Boden und Grundwasser (abgerufen am 2026-09-14)
- Europäische Kommission, Joint Research Centre: Eurocode 2 für Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton im Zusammenspiel mit Eurocode 0, Eurocode 1 und einschlägigen Ausführungs- und Produktregeln (abgerufen am 2026-09-14)
- Gesetze im Internet: § 55 Wasserhaushaltsgesetz mit dem bedingten Grundsatz ortsnaher Versickerung, Verrieselung oder getrennter Ableitung von Niederschlagswasser, soweit keine entgegenstehenden Belange oder Vorschriften bestehen (abgerufen am 2026-09-14)
- BG BAU BauPortal: Fachbeitrag zur Anwendung der Baustellenverordnung bei Baugruben und Gräben mit Baugrunduntersuchung, Standsicherheit in allen Bauzuständen, Arbeitsräumen und Umfeldbezug im betrieblichen Anwendungsbereich; privat nur als konservative Sicherheitsorientierung (abgerufen am 2026-09-14)